Zeltkauf - Eine Entscheidungshilfe
- 4. Juli
- 4 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 14. Juli
Pro und Contra verschiedener Zeltmaterialien.
Ihr habt den Entschluss gefasst. Der nächste Urlaub soll im Zelt stattfinden. Ein Zelt zu finden, welches man je nach Reiseart nur allein nutzt, ist ja schon schwierig genug, da man von Angeboten, Empfehlungen, Erfahrungsberichten oder guten und schlechten Rezensionen nur so überhäuft wird. Und nun sollt ihr ggf. sogar für die ganze Familie entscheiden? Puh..., wo soll man denn da anfangen?
Auch ich stand vor einem Berg an Informationen und Erfahrungsberichten, scheute mich aber in jedem Fall, viel Geld für etwas auszugeben, was man dann erst aufbauen und bei Nichtgefallen wieder zurückschicken muss. Deshalb war ganz klar: Ich wollte mir viele Zelte auf einmal anschauen können.
Um einen Überblick über verschiedene Anbieter zu bekommen, eignet sich dafür zum Beispiel der Besuch einer Campingmesse, die mittlerweile zu unterschiedlichsten Zeitpunkten über Deutschland verteilt stattfinden. Man muss jedoch teilweise vorher recherchieren, welche Anbieter genau auf welcher Messe vertreten sind.
Falls ihr eine Liste sehen möchtet, welche Messe in der näheren Umgebung eures Wohnortes stattfindet, klickt gerne hier:
Ich hatte damals keine Lust auf so eine Messe zu warten und habe recherchiert, wo es die nächste Zeltausstellung bei einem Direktanbieter gibt. Mit dem Auto günstig zu erreichen waren Decathlon und von uns aus Obelink. Bei Decathlon ist jedoch nicht jede Filiale so aufgebaut, dass man sich die Zelte anschauen kann. Obelink in Winterswijk (NL) ist hingegen ein Campingausstatter, der eine wirklich sehr große Zeltausstellung präsentiert und neben einer qualitativ sehr guten Eigenmarke auch andere Marken sowie unendlich viel Campingausstattung anbietet. Ich war auf jeden Fall sofort verliebt und nicht nur unser erstes Familienzelt, sondern auch fast die gesamte Ausstattung, habe ich damals dort angeschafft.
Onlinebestellungen und Support funktionieren auch einwandfrei!
Weitere Campingausstatter, die Zeltausstellungen haben und vielleicht in eurer Nähe liegen, findet ihr hier:
Campinganbieter in Deutschland mit teilweise großer Zeltausstellung
Camping Wagner - Wangen im Allgäu
Caravan Center - Hamburg
Hahn - Ihr Zeltspezialist - Dortmund
Camping & Freizeit - Stuttgart
Camping Lutz - Hohenbrunn
Camping Fuchs - Neuss
Camping- und Freizeitmarkt - Berlin
Campingwelt - Dortmund
Caravaning Hesse - Frankfurt am Main
Camping Schreiber - Wetzlar
doorout.com - Fulda
Campwerk - Velbert
Outdoor MEGASTORE - Egelsbach bei Frankfurt
Freistaat MEGA STORE - Sulzemoos bei München
Fritz Berger - Mülheim-Kärlich / Neumarkt i.d.OPf. / Bad Salzufflen
Generell muss man einfach überlegen, wie man reist und welches Material/Packmaß individuell am besten passt. Hier habt ihr eine Liste mit den Vor/Nachteilen der einzelnen Zelte gegliedert nach Material:

Für uns als dreiköpfige Familie ist das Zelt für den langen Aufenthalt an einem Ort oder nur wenigen Urlaubsstationen immer ein Polycottonzelt. Für Kurzurlaube oder Wochenenden haben wir aber auch kleinere Polyesterzelte. Aber zu den Setups später mehr...
Außerdem stellt man sich vor dem Zeltkauf oft die Frage: Stangen- oder Luftzelt? Auch hierzu eine kleine Pro-Contra-Liste, die vielleicht weiterhilft:

Wenn ihr euch über alle Vor- und Nachteile der einzelnen Bauarten der Zelte klar geworden und entscheidungsfreudig seid, gibt es aber noch weitere Fragen, die man sich stellen muss:
Schläfst Du noch oder wohnst Du schon?
Braucht ihr nur einen Schlafplatz oder wollt ihr Regentage ebenfalls gut im Zelt verbringen können? Wie viel Platz benötigt ihr? Wie viele Schlafkabinen?
Wenn ihr Komfort sucht, dann nehmt als Familie immer eine Zeltgröße mehr, als als offizielle Größe angegeben ist. Es ist von Vorteil, wenn man einen Tisch mit der notwendigen Anzahl an Stühlen in eine Hauptkammer stellen kann. So kann man auch an ungemütlicheren Tagen bequem im Zelt sitzen, kochen, spielen, usw...
Thema Schlafkammer:
Es gibt Zelte mit nur einer Schlafkabine, mit mehreren Schlafkabinen, die durch eine Stoffwand unterteilbar sind oder auch mit Schlafkabinen, die gegenüber/über Eck liegen und dadurch natürlich ein wenig mehr Abstand zueinander bieten. Die Entscheidung hierfür hängt von persönlichen Vorlieben oder Familienkonstellationen ab. Wir sind ja nur ich als Mutter mit zwei Kindern und aktuell finden die Jungs es noch gut, dass wir alle im selben Raum liegen, aber wie wird das, wenn sie etwas älter werden?
Außerdem ist die Frage, ob man eine abgedunkelte Schlafkabine benötigt. Immer mehr (Familien)zelte haben die dunkleren Kabinen und sicherlich bieten sie einige Vorteile. Aus meiner Sicht geht es dabei aber besonders um einen Punkt: Morgens wird es nicht so schnell warm und hell im Zelt, was für mich als Frühaufsteherin aber ohnehin nie ein Problem war. Ich bilde mir aber ein, dass die Kinder morgens dadurch länger schlafen. Ansonsten wird oft angegeben, dass es sich in einer dunklen Schlafkabine nicht so schnell aufheizt. Das kann ich nicht bestätigen. Wenn die Sonne tagsüber auf das Zelt knallt, wird es warm im Zelt, egal ob dunkle Kabine oder Polycotton. Es ist aber trotzdem ein angenehmeres Klima als in Polyesterzelten ohne dunkle Kabine!
Wie viele Ein/Ausgänge möchtet ihr haben?
Vor allem Familienzelte haben heute unterschiedlichste Architekturen und Raumaufteilungen. Die Frage nach der allerbesten Raumaufteilung hängt dabei von unterschiedlichen Überlegungen ab. Mehr Ein/Ausgänge bedeuten in jedem Fall, dass das Zelt je nach Stellplatz/Parzelle oder Zeltwiese flexibler in der Aufstellung ausgerichtet werden kann. Nicht selten kam es bisher vor, dass unser Zelt nur knapp auf den Stellplatz passte und da ist es schon von Vorteil, wenn man zur Not einen Seiteneingang zum Haupteingang machen kann. Außerdem bedeuten mehrere Eingänge natürlich auch, dass bessere Belüftungsmöglichkeiten bestehen. Dann kann man, (wenn die Türen auch noch Fliegennetze haben), wunderbar auch bei stärkerer Sonneneinstrahlung und höheren Temperaturen das Zelt nutzen, ohne dass man für weiteren Schatten sorgen muss.
Wie möchtet ihr vor dem Zelt draußen sitzen?
Vielleicht denkt ihr jetzt, dass das eine komische Frage ist, aber tatsächlich ist sie nicht unwichtig. Wer zeltet, weiß, dass man eigentlich bei jedem Trip plant, viel im Freien zu sitzen. Einige größere Zelte haben deshalb eine Art Sonnenvordach, unter das ggf. auch Tisch und Stühle so passen, dass man bei Regen und Sonne geschützt sitzt. Ist dies nicht der Fall und das Zelt für das Sitzen drinnen nicht geeignet, so muss man sich Gedanken über ein Tarp/Pavillon/Aufenthaltszelt machen.





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